Mittwoch, 22. Mai 2013

Hörsaal /

Wirtschaftswissenschaft Joseph Stiglitz fordert eine neue Ökonomie  

Ein englischsprachiger Vortrag des Wirtschaftsnobelpreisträgers Joseph Stiglitz

Tag der Arbeit
Tag der Arbeit (© Chrissie Salz)

Es gehört zum Kerngeschäft der Ökonomen, wirtschaftliche Entwicklungen vorauszusagen. Doch allzu oft klappt das nicht: Die globale Wirtschaftskrise, sagt der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz, habe das Versagen der makroökonomischen Standardmodelle bewiesen. Sie konnten die Krise nicht vorhersagen und haben deren Auswirkungen massiv unterschätzt. Deshalb müssen sich die Wirtschaftswissenschaften neu erfinden.

Stiglitz ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Columbia University in New York. Er war Vizepräsident und Chefökonom der Weltbank.

Der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz beim Weltwirtschaftstreffen 2012 im schweizerischen Davos.Der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz. (dpa | picture alliance | Jean-Christophe Bott)In seinem Vortrag "Imagining an Economics that Works: Crisis, Contagion and the Need for a New Paradigm" plädiert Stiglitz dafür, dass sich die Wirtschaftswissenschaften den wahren Problemen zuwenden: Ungleichheit, Armut, Umweltzerstörung. Und um das zu tun, müssen sie neue ökonomische Modelle erfinden.

 

(Logo: Meeting of Nobel Laureates Lindau)Joseph Stiglitz hat seinen Vortrag am 26. August 2011 gehalten, beim 4. Treffen der Wirtschaftsnobelpreisträger in Lindau am Bodensee.

Dieser Hörsaal ist eine Wiederholung vom 23.02.2012.



Mehr bei DRadio Wissen:

Currency Wars, Euro-Mania and the Price of Gold
Vortrag des kanadischen Volkswirts und Nobelpreisträgers Robert Mundell
(Hörsaal vom 12.01.2012)

Weitere Informationen:

Die private Homepage von Joseph Stiglitz

Kapitalismuskritiker Stiglitz: Der Doppelagent
Ein Porträt des Nobelpreisträgers
(Spiegel Online vom 28.01.2012)

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