Wissenschaft Forschende Frischlinge
Matthias Röckl besucht das erste offene Gemeinschaftslabor der Welt.
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- Foto von der Einweihungsparty im Genspace. (flickr.com | Bookhling CC BY-NC 2.0)
Quereinsteiger dringen in immer mehr moderne Arbeitsbereiche vor. Auch die Naturwissenschaften werden aus ihrem Elfenbeinturm auf die Straße gezerrt.
Wann wurden Sie zum letzten Mal mit Begriffen wie Transkription, Polymerase-Kettenreaktion oder Ribosomenuntereinheit konfrontiert? Mit hoher Wahrscheinlichkeit in Ihrer Schulzeit, es sei den Ihr Studium hat Sie an eine medizinische oder naturwissenschaftliche Fakultät geführt. Aber gerade die naturwissenschaftliche Forschung galt bisher als eine No-Go Area, als abgeriegelter Elfenbeinturm für Quereinsteiger. Doch auch dort bröselt der Schutzwall vor den motivierten und leidenschaftlichen Amateuren aus der Außenwelt.
Laien forschen an Genen
Flatbush Avenue Nummer 33 im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Hier hat im Jahr 2010 das Laienlabor "Genspace" seine Pforten geöffnet. Gegründet wurde das erste Gemeinschaftslabor für Hobby-Biologen von einem Journalisten, der Biologie praktisch lernen wollte. Das erste Labor entstand in seinem Wohnzimmer - und platzte schnell aus allen Nähten.
Labor auf Expansionskurs
Die Freizeitbiologen expandierten dann in ein Künstlerloft in Brooklyn. Designer und Künstler kommen, um neue Impulse für ihre Arbeiten zu bekommen. Unterrichtet werden sie auch von ausgebildeten Biotechnologen, Vorkenntnisse müssen sie nicht mitbringen. Im Gegenteil: Sie können das Handwerkszeug lernen, um später selbst Kurse geben zu können.