Wissenschaft Mission Atmosphäre
Thomas Wagner über den Einsatz von Zeppelinen in der Wissenschaft
Es ist 75 Jahre her: Der Zeppelin LZ 129 Hindenburg ging im amerikanischen Lakehurst in Flammen auf. 36 Menschen kamen dabei ums Leben - es war das Ende einer Ära.
Ganz klar ist nicht, was damals am 6. Mai 1937 passiert ist. Wahrscheinlich war es eine Verkettung unglücklicher Umstände: Beim Landeanflug auf Lakehurst südlich von New York ging LZ 129 Hindenburg in Flammen auf. Binnen weniger Sekunden brannte das 245 Meter lange Luftschiff ab. Wasserstoff war ausgetreten und ein Funke hatte den Zeppelin entzündet - wie eine riesige Zigarre.
Comeback für die Forschung
Fortan fuhren Zeppeline nicht mehr mit Passagieren. Und nach dem Zweiten Weltkrieg hatte das Flugzeug den Zeppelin längst überholt. So geriet das Luftschiff nahezu in Vergessenheit. Doch in den vergangenen Jahren feiert es ein Comeback im Dienste der Klimaforschung.
Schweben in 3000 Metern Höhe
Das Foschungszentrum Jülich etwa nutzt den Zeppelin für Messungen in der Atmosphäre. Denn der Zeppelin kann - im Gegensatz zu herkömmlichen Forschungsflugzeugen - bis zu 24 Stunden lang über einem fixen Punkt der Erdoberfläche verharren und so ähnlich wie ein Fahrstuhl bis zu einer Höhe von 3000 Metern auf und ab schweben.