Freitag, 24. Mai 2013

Meine Zukunft /

Wohnungsnot Zimmer gesucht  

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, über die Wohnungsnot der Studenten

An einem Schwarzen Brett im Gebäude des Studentenwerkes in Freiburg hängen am 5.9.2003 zahlreiche Zettel, auf denen Wohnungen gesucht werden.
Wohnungsnot in Freiburg (picture-alliance | dpa | Patrick Seeger)

Der Studienstart ist eine aufregende Zeit. Die ersten Vorlesungen stehen an, viele Erstsemester ziehen in eine neue Stadt. Die Zimmersuche dürfte die erste Euphorie allerdings trüben. Denn studentischer Wohnraum ist knapp - nicht nur in Großstädten.

Besonders in den nächsten Wochen müssen viele Studenten starke Nerven haben. Denn die meisten Studenten beginnen ihr Studium zum Wintersemester, das zum 1. Oktober startet. Mit rund 2,4 Millionen eingeschriebenen Studenten liegt die Zahl momentan auf einem Rekordhoch. 

Bund und Länder stellen im Rahmen des Hochschulpakts II 4,7 Milliarden Euro zur Verfügung, um mehr Studienanfängern ein Hochschulstudium zu ermöglichen. Denn wegen der doppelten Abiturjahrgänge und der ausgesetzten Wehrpflicht ist der Andrang noch größer. Dabei kommen deutlich mehr als ursprünglich gedacht. Die Hochschulrektorenkonferenz geht davon aus, dass 300.000 Studienplätze fehlen. Und das Deutsche Studentenwerk beklagt, dass zu wenig Geld in die soziale Infrastruktur fließt.

25.000 Wohnheimplätze fehlen

Es fehlten alleine 25.000 Wohnheimplätze, sagt Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks. Rund 10.000 Plätze werden zwar im Moment geschaffen. Trotzdem komme es zu Engpässen in vielen Universitätsstädten

Werbung auf Brötchentüten

Die Studentenwerke versuchen deshalb, Vermieter und Studenten zusammenzubringen. In Freiburg zum Beispiel wurden extra Brötchentüten gedruckt, mit denen dafür geworben wird, dass Vermieter ihre Zimmer Studenten zur Verfügung stellen.

Das Gespräch ist eine Wiederholung vom 20.08.2012.



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