Sonntag, 19. Mai 2013

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Youtube Die neuen Channels  

Martina Schulte mit der Webschau

Auf einem Laptop ist das Internet-Videoportal YouTube zusehen.
Youtube soll vielfältiger werden: 12 neue Kanäle sollen Angebote jenseits des Mainstreams machen. (dpa | Britta Pedersen)

Youtube will wachsen: Der Youtube-Betreiber Google hat angekündigt, 60 neue Spartenkanäle aufzubauen. 12 davon sollen auch nach Deutschland kommen. Google könnte damit den deutschen TV-Markt ordentlich aufmischen.

Google hat ein buntes Programm für den deutschen Youtube-Ableger geplant: Ernährung, Gesundheit, Wellness und Kindererziehung sollen die neuen Nischenkanäle ebenso abdecken wie Sport, Musik und Nachrichten. Als erster Kanal startet in Deutschland "Ponk"; der Comedy-Kanal wird von Philipp Laude von der Youtube-Comedy “Y-Titty” verantwortet.

Millionen-Investitionen für das neue Programm

200 Millionen Dollar investiert Google in das Marketing der neuen Shows, berichtet die New York Times, weiteres Geld fließe als Zuschuss in die Produktionskosten der Sendungen. Das funktioniert so, dass YouTube bei den Originalchannels in Vorleistung geht und seine Investitionen mit den Werbe-Einnahmen verrechnet.

Youtube ist erfolgreicher Spartensender

Googles Strategie ist raffiniert, wenn man sich die Analyse der Webvideo-Spezialisten OpenSlate anschaut. Sie haben die die 1.000 erfolgreichsten Kanäle in einem Ranking erfasst: Youtube ist gerade in den Nischen Musik, Games und Comedy sehr gefragt - eben die Sparten, die im Fernsehen oft unterrepräsentiert sind.

"Wir sind keine TV-Konkurrenz"

Youtube-Sprecherin Mounira Latrache sagt, das neue Angebot solle nicht als TV-Konkurrenz verstanden werden, man habe sich bewusst gegen Mainstream-Angebote entschieden. "Wir sind eine Ergänzung zum Fernsehen. Wir bedienen Nischen.” Das Blog mobiwatch.de vermutet dennoch, "dass YouTube mit diesen Bestrebungen den klassischen TV-Programmen noch mehr Nutzer abjage.“ 

"Der Kampf hat begonnen"

Einige Blogger vermuten, dass in den nächsten Jahren harte Zeiten auf die jetzigen Anbieter von TV-Inhalten zukommen. Die strikte Trennung von TV und Internet werde nicht mehr lange Bestand haben, meint das Ethority-Blog. Und auch Markus Hündgen schreibt bei  ZDF Hyperland: "Der Kampf um den Bewegtbildmarkt in Deutschland hat begonnen."

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