Montag, 20. Mai 2013

Hörsaal /

Zeitgeschichte "Chronologie und Zäsuren I"  

Vorträge von Karl Christian Lammers und Hélène Miard-Delacroix.

Palast der Republik, Berlin
Palast der Republik, Berlin (AP)

Die deutsche Zeitgeschichte nach 1945 – das war das Thema einer internationalen Tagung im Auswärtigen Amt in Berlin im November vergangenen Jahres.

In diesem Rahmen haben die Historiker Karl Christian Lammers und Hélène Miard-Delacroix einen Blick auf wichtige Jahresdaten nach 1945 geworfen – nicht aus der deutschen Perspektive, sondern aus Sicht der skandinavischen Länder und Frankreichs.

Karl Christian Lammers

Karl Christian Lammers ist Professor für deutsche und westeuropäische Zeitgeschichte am Saxo-Institut der Universität Kopenhagen. In seinem Vortrag erzählt er, wie wichtige historische Zäsuren, wie etwa 1945, 1949 und 1989 aus skandinavischer Sicht anders besetzt wurden und warum das Jahr 1955 für die dänische Sicht der Deutschen eine so entscheidende Rolle spielt.

Hélène Miard-Delacroix

Im Anschluss an Karl Christian Lammers sprach die französische Historikerin Hélène Miard-Delacroix. Sie ist Professorin für Deutschlandstudien an der Sorbonne in Paris. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die deutsche und französische Geschichte im 20. Jahrhundert.

In ihrem Vortrag möchte Miard-Delacroix zeigen, dass eine vergleichende und kontrastierende deutsch-französische Geschichtsschreibung die Zäsur der deutschen Wiedervereinigung relativiert. Sie betrachtet die Wiedervereinigung verstärkt im Rahmen eines weltweiten Wandels und von Veränderungen in Europa.

Beide Vorträge wurden am 24. November 2010 auf der Tagung "Deutsche Zeitgeschichte nach 1945" im Auswärtigen Amt in Berlin gehalten. Veranstalter der Tagung waren die Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA) und das Auswärtige Amt.

Im Rahmen einer zweiwöchigen Kooperation mit der Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland senden wir auch am 9. Februar um 20 Uhr weitere Vorträge von dieser Tagung. Dann geht es um das Thema "Generationen und Gedächtnis".

Das Logo der Stiftung DGIA.

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