Zukunft Der Preis des Wachstums
Der Umweltexperte Martin Jänicke berät die chinesische Regierung zum Thema Umweltschutz.
-
- Das Panorama der Stadt Shanghai verschwindet im Smog. (donde quieras/ Flickr/ CC BY-NC 2.0)
Chinas Wirtschaft boomt, der Rohstoffhunger des Landes ist immens und seine Umweltprobleme genauso.
Der Wohlstand der entwickelten Länder basiert auf dem Wirtschaftsmodell des Industriezeitalters. Dieses ist stark an materielle Ströme aus und in die Umwelt gekoppelt. Gerade China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, produziert Güter für den gesamten Erdball und hat daher einen hohen Bedarf an Rohstoffen. Die bisherige Bilanz: verseuchtes Wasser, 80 Prozent höhere Krebserkrankungen und viel zu viel Dünger in den Lebensmitteln.
Nachhaltiges Wirtschaften
"Eine ressourcenschonende und umweltfreundliche Gesellschaft schaffen", lautete der Plan der chinesischen Regierung. Um dieses Ziel in die Wirklichkeit umzusetzen, hat China seit 2011 eine international besetzte Kommission einberufen. Martin Jänicke, Politikwissenschaftler der Freien Universität Berlin, ist in diesen Ausschuss berufen worden. Wie können bei steigender Bevölkerung nachhaltiges Wirtschaften und Armutsbekämpfung Hand in Hand gehen? Was wären konkrete regionale und globale Schritte hin zu einer umweltorientierten Wirtschaft? Über die derzeitigen Diskussionen und Entwicklungen in China berichtet Martin Jänicke.
Martin Jänicke diskutiert am 14. Juni ab 20 Uhr über die Zukunft des Wohlstands und die ökologische Ökonomie im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Kulturstiftung des Bundes in den Münchner Kammerspielen. DRadio Wissen und Deutschlandradio Kultur sind Medienpartner der Veranstaltung "Wie werden wir die Welt retten?".